Sa, 18. August 2018 Ardglass Golf Club, Nordirland

Historischer Sieg für Emma Spitz

Österreich feiert historischen Erfolg bei der Girls' British Open Amateur Championship >> Emma Spitz gewinnt Traditions-Titel in Nordirland!

Nicola Wolf

ÖGV-Nationalteamspielerin Emma Spitz hat als erste Österreicherin in der langen Geschichte der Girls‘ British Open Amateur Championship den Titel gewonnen. Bei der 90. Auflage dieses so prestigeträchtigen Jugendturniers erlebte die Niederösterreicherin einen perfekten Finaltag, dominierte am Vormittag das Match gegen Yael Berger aus der Schweiz und setzte sich anschließend auch gegen ihre Landsfrau Isabella Holpfer durch.

„Der Erfolg von Emma Spitz und Isabella Holpfer ist ein weiterer Meilenstein im österreichischen Amateursport. Noch nie zuvor konnte eine Österreicherin bei einem Turnier dieser Rangordnung gewinnen“, freute sich ÖGV-Präsident Dr. Peter Enzinger. „Ich möchte beiden Spielerinnen von ganzem Herzen gratulieren und freue mich über dieses grandiose Ergebnis!“

Die Girls‘ British Open Amateur Championship ist das prestigeträchtigste U18-Golfturnier Europas und wird seit 1919 alljährlich in Großbritannien ausgetragen. 2018 fand das internationale Amateurturnier in Nordirland statt.

140 Amateurinnen aus Europa und der ganzen Welt versuchten vom 14. bis 18. August in County Down, auf dem anspruchsvollen Links-Course des Ardglass Golf Clubs, beim ältesten Mädchen-Turnier der Welt zu bestehen. Am Dienstag begann die gnadenlose Auslese Namens Zählspielqualifikation, wo noch alle der 140 Teilnehmerinnen an den Start gehen durften, ehe es für die besten 64 Spielerinnen in die Matchplayphase weiterging.

Bereits ins der Zählspielqualifikation konnten die Österreicherinnen Emma Spitz und Isabella Holpfer groß aufzeigen. Spitz spielte sich mit zwei über Par ins absolute Spitzenfeld und war nach dem zweiten Spieltag auf Platz fünf zu finden. Holpfer gab vor allem am Mittwoch mit einer 71 (+1) ordentlich Gas und schaffte als Gesamt-15. ebenfalls den Sprung ins Matchplay.

An den folgenden Tagen erlebten die heimischen Nachwuchsgolferinnen eine perfekte Matchplayphase und kämpften sich bis ins Finale durch. Emma Spitz, die schon Teil des Junior Solheim Cup Teams sowie der europäischen Auslese des Junior Ryder Cups war, krönte ihren Triumphmarsch durch überlegene Siege von 5&4, 5&4, 1auf, 2auf und 5&3. Isabella Holpfer konnte ebenfalls mit ihrer souveräne Performance überzeugen und löste mit fünf Siegen (2&1, 3&2, 1 auf, 2&1 und 4&2) das zweite rot-weiß-rote Ticket für das Finale.

Noch nie zuvor hatte es eine Österreicherin in die finale K.O.-Runde der Girls‘ British Open Amateur Championship geschafft – geschweige denn zwei Spielerinnen.

Spannung bis zum Schluss

Im Finale lieferten sich die rot-weiß-roten Athletinnen ein Duell der Extraklasse, das mit zwei Birdies auf der ersten Spielbahn einen wegweisenden Start finden sollte. Im Anschluss war es Emma Spitz die im irischen Starkwind, der teilweise bis zu fünf Schläger Unterschied ausmachte, brillierte und trotz der beherrschenden Wetterverhältnisse ein Par nach dem anderen notierte und durch ein Birdie am Par 3 der 5 drei auf ging. Postwenden nutzte Holpfer eine kleine Misere ihrer Gegnerin aus und verringerte ihren Rückstand auf zwei down. Es folgten zwei Pars beider Spielerinnen, ehe die Topamateurinnen eine weitere Bahn mit einem Birdie teilten. An Loch 10 lochte Holpfer zum Par ein, indes benötigte Spitz vier Schläge, sodass ihr anfänglich komfortabler Vorsprung auf eins auf schmolz. Zwei Spielbahnen später eroberte Holpfer einen weiteren roten Eintrag und sorgte damit für den Ausgleich. Die Spannung stieg ins Unermessliche als Spitz das darauffolgende Par 4 für sich entschied, Holpfer dann aber abermals ausglich. Am 16. Loch ging Spitz durch ein Par abermals eins auf und fixierte ihren Sieg mit einem weiteren Par an der 17!

Historischer Sieg

Wohl kaum einer hatte zu Beginn der Woche die rot-weiß-roten Girls im Teilnehmerfeld der 23 Nationen und insgesamt 140 Akteuren am Radar, am Ende übertrumpften die Österreicherinnen jedoch sich selbst und holten den Sieg, sowie Rang 2. Die Früchte jahrelanger harter und konsequenter Aufbauarbeit.

„Beide Spielerinnen zeigten herausragende Leistungen. Ich möchte beiden Teams, Athletinnen, Coaches und Eltern, gratulieren. Ich freue mich, dass Emma im nächsten Jahr, beim neu geschaffenen Damenbewerb, im Rahmen des US Masters abschlagen darf, eine große Ehre für Österreich“, so Sportdirektor Niki Zitny.

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